Zoo-Angestellte dürfen nicht zum Sündenbock werden

Veröffentlicht am 14.10.2022 in Allgemein

 

In einem Zeitungsartikel in der Thüringer-Allgemeine-Zeitung vom 14. Oktober 2022 wird berichtetet, dass der für den Erfurter Zoopark verantwortliche Dezernent Matthias Bärwolff eine "Gnadenfrist" von zwei Jahren angekündigt hat. Dabei nimmt er die Mitarbeitenden in die Pflicht, dies zu verhindern.

 

 

 

 

Dazu äußert sich Torsten Frenzel, SPD-Stadtrat und Mitglied im Werkausschuss Zoobetrieb: "Seine gesamte Zoo-Mannschaft öffentlich bloßzustellen ist eine schwache Kür. Die Angestellten arbeiten leidenschaftlich tagtäglich zum Wohle der Tiere. Den Tierpflegerinnen und Tierpflegern kann der Besuchereinbruch und die daraus resultierenden Mindereinnahmen nicht angehaftet werden."

 

Weiter fügt Torsten Frenzel hinzu: "In vielen Freizeiteinrichtungen waren die Besucherzahlen rückläufig. Dafür gibt es Gründe, zum Beispiel das große Konkurrenzangebot im Sommer. Der zu bedauernde Verlust mehrere großer Tiere in diesem Jahr wirkt sich ebenfalls negativ auf die Anziehungskraft des Zooparks aus."

 

Strukturelle Probleme allgemein und im Führungsbereich des Zoos waren schon mehrmals Teil der Debatte im Werkausschuss Zoobetrieb, zuletzt am letzten Mittwoch. Dazu Torsten Frenzel: "Personalangelegenheiten können nicht in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Das ist kein guter Stil und respektlos gegenüber den betroffenen Personen. Derartige Diskussionen gehören in den zuständigen Ausschuss. Der Ausschuss und der Stadtrat stehen hinter dem Zoo. 2019 hat der Stadtrat zuletzt mit deutlicher Mehrheit das Entwicklungskonzept des Thüringer Zooparks bestätigt und damit ein Bekenntnis zum Zoo abgegeben."

 

Im Hinblick auf die vorhandenen strukturellen Herausforderungen des Zooparks sagt Torsten Frenzel: "Ich begrüße es ausdrücklich, dass der Dezernent Maßnahmen vorschlägt, wie der Zoopark wieder an Anziehungskraft gewinnen kann. Besonders die Weiterentwicklung der Zooschule und die Interaktion mit Kindern müssen im Fokus stehen. Ich wünsche mir, dass die Pflegerinnen und Pfleger bei der Diskussion eingebunden werden, um ihre Expertise einbringen zu können. Grundsatzfragen müssen auch beim Ausbau des kulinarischen Angebotes gestellt werden." 

 

"Darüber hinaus kann über eine Beteiligung der Erfurter Bevölkerung nachgedacht werden, etwa in Form einer Umfrage. Die Stadtverwaltung kann die Zooleitung dabei unterstützen. Der Zoo war ein Aushängeschild der Stadt Erfurt. Er muss es wieder werden!", so Torsten Frenzel abschließend.  

 

Torsten Frenzel                                                                                                                                                     

SPD-Stadtrat

Mitglied im Werkausschuss des Eigenbetriebs Thüringer Zoopark Erfurt

 
 

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