Wider des Vergessens - Pogromnacht in Deutschland

Veröffentlicht am 09.11.2016 in Kampf gegen Menschenfeindlichkeit

Die Hetzrede des Propagandaministers Josef Goebbels 1938 - beim alljährlichen Treffen der NSDAP-Führung anlässlich des am 9. November 1923 gescheiterten Hitler-Putsches - leitete die Pogromnacht und die systematische Entrechtung der Juden in Deutschland ein.

Brandstiftung, Plünderung, Raub, Vertreibung, Schändung, Vergewaltigung, Ermordung.
Synagogen brannten, organisierte Schlägertrupps zerstörten tausende jüdische Geschäfte, jüdische Friedhöfe wurden verwüstet. Menschen schauten zu, jubelten, gröhlten, plünderten oder schwiegen. SA- und NSDAP-Mitglieder drangen gewaltsam in Wohnungen jüdischer Bürger ein. Etwa 30.000 jüdische Deutsche wurden in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt.

Der Handel, Handwerk, die jüdische Presse, der öffentlicher Gottesdienst, die Teilnahme am 'nichtjüdischen' Schulunterricht wurde Juden verboten, die Existenzgrundlage entzogen. Dies hatte den systematischen – und für alle sichtbaren - Ausschluss aus der Gesellschaft zur Folge.
Die Reichspogromnacht war der Beginn der gezielten Vertreibung und Vernichtung der Juden. Etwas sechs Millionen europäische Juden wurden bis zum Ende des Naziregimes ermordet.

Wider des Vergessens

 
 

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