Segregation entgegenwirken

Veröffentlicht am 30.08.2018 in Allgemein

Denny Möller

SPD-Stadtratsfraktion fordert den Ausbau der integrierten Sozialplanung und klare Handlungsstrategien zur Armutsprävention

Die Entwicklung der Stadt Erfurt ist seit Jahren insgesamt positiv. Die Landeshauptstadt wächst wirtschaftlich, die Zahl der Einwohner*innen steigt und die Arbeitslosigkeit sinkt. Eine aktuelle Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung belegt nun nochmals, dass dieser Aufschwung nicht bei allen Bevölkerungsgruppen und in allen Stadtteilen gleichermaßen ankommt und vielmehr die ungleiche Verteilung von Bevölkerungsgruppen über die einzelnen Stadtteile zunimmt.

Bereits der Bericht zur „bedarfsgerechten Bildungs- und Sozialsteuerung in der Stadt Erfurt“ des Institutes für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) hat diese Entwicklung aufgezeigt.

„Die soziale Spaltung innerhalb unserer Stadt sind uns bekannt. Insbesondere die Chancen von Kindern und Jugendlichen sind von einer räumlichen Ballung von Armut betroffen. Das muss die Stadt angehen und aktiv entgegenwirken“, so SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses Denny Möller.

Mit der „integrierten Sozialplanung“ kennt die Stadt Erfurt bereits ein Instrument, dass die verschiedenen Fachplanungen bzw. deren Wissen und Daten in gemeinsamen Handlungsstrukturen zusammenführt und die unterschiedlichen Entwicklungen und Bedarfslagen in den verschieden städtischen Teilräumen genauer abbildet, um eine Grundlage für eine zeitgemäße und bedarfsgerechte Sozial- und Stadtentwicklungspolitik zu schaffen. Dazu stellt der Freistaat Thüringen aktuell für 3 Jahre Fördermittel in Höhe von 174.000 € aus der Armutspräventionsrichtlinie des europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

„Die Instrumente und Fördermittel, die wir kennen, müssen aber tatsächlich genutzt werden. Noch immer werden neue Baugebiete ausgewiesen ohne auf das soziale Umfeld bzw. auf die vorhandene soziale Infrastruktur zu achten. Dort, wo besonders von Armut gefährtete Kinder und Jugendliche leben, sind die am besten ausgestatteten Schulen und ein breites Angebot an Jugend-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen unabdingbar. Mit einer integrierten Planung können wir frühzeitig und passgenau solche Angebote schaffen“ so Denny Möller abschließend.

Denny Möller

SPD-Fraktion

Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss

 
 

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