Kritik an Aussagen zur Stadtentwicklung

Veröffentlicht am 11.01.2021 in Wohnen & Leben

SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Warnecke: „Wir brauchen keinen Speckgürtel, sondern ausgewogene Lösungen für Erfurt.“ – Wunsch nach moderater Erweiterung in Ortsteilen - Mit Kritik reagiert der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Erfurt, Frank Warnecke, auf die Aussagen aus dem Amt für Stadtentwicklung und –planung der Landeshauptstadt, wonach künftig in erster Linie moderne Wohnanlagen und Reihenhäuser statt neuer Eigenheimsiedlungen in der dann weiter verdichteten Stadt entstehen sollen.

„Die Nachfrage nach Flächen für Eigenheime ist nach wie vor hoch. Erfurt benötigt eher mehr Baugebiete für Einfamilien- und Reihenhäuser, um die Nachfrage auch zu realistischen Preisen bedienen zu können. Die gegenüber dem MDR getätigten Aussagen empfinde ich als unverantwortlich gegenüber der Stadt und ihren Einwohnern.“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Warnecke, der fortfährt:

„Erst vor gut zwei Jahren haben wir das ISEK 2030 beschlossen und darin explizit den Ortsteilen die Möglichkeit eingeräumt, sich moderat weiterzuentwickeln, um dem vorhandenen Wunsch vieler Erfurterinnen und Erfurter nach einem Eigenheim, den nötigen Spielraum zu geben. Die aktuellen Aussagen widersprechen den umfangreichen Beschlusslagen des Stadtrates.“

Die SPD-Stadtratsfraktion betont zudem, dass es Ziel und Anspruch der städtischen Stadtentwicklung sein muss, ausgewogene Lösungen für Erfurt und die in der Landeshauptstadt bestehende Nachfrage an Wohnraum und Wohnformen geben muss. Eine einseitige Abkehr vom Wohneigentum in Form des Einfamilienhauses ist nach Auffassung des Fraktionsvorsitzenden, der auch Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses ist, auch im 21. Jahrhundert realitätsfern.

„Wir brauchen keinen Speckgürtel, sondern Erfurterinnen und Erfurter, die sich hier wohlfühlen. Die Menschen sollen nicht außerhalb von Erfurt wohnen und hier lediglich die Dienstleistungen und Angebote in Anspruch nehmen.“, so Frank Warnecke, der anfügt:

„Das bedeutet neben einer Forcierung des Geschosswohnungsbaus eben auch die Erweiterung der Flächen für Ein- oder Zweifamilien- bzw. Reihenhäuser. Stadt und Ortsteile sollen weiter organisch und nach Bedarf wachsen können. Da stehen wir klar bei den Ortsteilen, die das wünschen.“

Die letzten Erhebungen des Landesamtes für Statistik sowie der städtischen Abteilung für Statistik und Wahlen belegen nach Auffassung des SPD-Fraktionsvorsitzenden den direkten Zusammenhang zwischen der Bevölkerungsentwicklung sowie einem ausreichendem Angebot an Wohnraum und qualifizierten Arbeitsplätzen.

„Das große Plus Erfurts waren in den vergangenen Jahren die Zuzügler. Erfurt konnte wachsen, weil das Angebot vorhanden war. Jetzt erleben wir einen gegenteiligen Trend, den es gilt mit Zukunftsentscheidungen entgegenzuwirken.“, erklärt Frank Warnecke, der nochmals anfügt:

„Das Angebot an Wohnraum und an Arbeitsplätzen sind die wichtigsten Standort- oder Entwicklungsfaktoren für eine Stadt. Letztlich entscheidet die Standortattraktivität im ‚Wettstreit‘ der modernen Städte um Wachstum und Entwicklung. Und wir möchten diese Angebote in Erfurt und nicht Umland schaffen. Dazu sind wir verpflichtet. Andere Forderungen sind unverantwortlich.“

Frank Warnecke, SPD-Fraktion, Fraktionsvorsitzender

 
 

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