Gesundheitsleistungen für Asylbewerber und Flüchtlinge

Veröffentlicht am 26.05.2015 in Gesundheit

SPD-Stadtratsfraktion spricht sich für sogenanntes „Bremer Modell“ in Thüringen aus - Die sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion Dr. Cornelia Klisch, spricht sich klar für eine Umsetzung des sogenannten „Bremer Modells“ in Thüringen aus. Die damit verbundene deutliche Erleichterung der Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen bezeichnet Dr. Klisch als „klaren Gewinn für beide Seiten.“

„Während wir als behandelnde Ärzte vor allem durch die Verkürzung von Amtswegen Möglichkeiten für eine zeitnahe adäquate Behandlung gewinnen, gewinnt der einzelne Betroffene in erster Linie eine Stück Freiheit und Selbstbestimmtheit“ so Dr. Cornelia Klisch zu den grundlegenden Vorteilen der Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber und Flüchtlinge.

Bislang müssen Gesundheitsleistungen bei Asylbewerbern oder Flüchtlingen umständlich beantragt werden und sind zudem in vielen Punkten unzureichend.

„Theoretisch muss ein Patient für jeden Behandlungsschritt, jede Überweisung zum Spezialisten, eine Genehmigung beim Sozialamt einholen. Das kostet wertvolle Zeit und produziert immensen bürokratischen Aufwand und unnötige Kosten“ so Dr. Klisch dazu und fügt an: „Ein System, analog zur bekannten Gesundheitskarte von gesetzlich Versicherten, kann hier Abhilfe schaffen.“

Ziel des Programms ist die Gewährleistung einer angemessenen Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden und Flüchtlingen. Um die Vielfalt der gesundheitlichen Probleme effektiv angehen zu können, setzt das „Bremer Modell“ daher auf die Vernetzung der an der Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen beteiligten Akteure.

Das Bundesland Bremen praktiziert dieses System bereits seit 1993 sehr erfolgreich. Seit neun Jahren in Zusammenarbeit mit der AOK Bremen/Bremerhaven. Vorteile gibt es dabei für beide Seiten. Da die Abrechnung durch die Krankenkasse erfolgt, spart die öffentliche Verwaltung an Personal und Software. In Hamburg, wo das System ebenfalls zur Anwendung kommt, waren das allein 2014 Einsparungen von circa 1,5 Mio. Euro.

Die SPD-Stadträtin Dr. Cornelia Klisch erklärt abschließend: „Das Land Bremen stellt seit den frühen 90ern eine gut funktionierende Basisgesundheitsversorgung zur Verfügung. Der niederschwellige Zugang schafft Vertrauen und Akzeptanz und hilft schwerwiegende Erkrankungen früh erkennen und effektiv behandeln zu können.“

Dr. Cornelia Klisch, SPD-Fraktion

 
 

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