Das Neun-Euro-Ticket als Chance nutzen

Veröffentlicht am 03.06.2022 in Allgemein

SPD-Fraktion will Fahrgastwachstum durch Investitionen in den ÖPNV weiter steigern


"Das Neun-Euro-Ticket senkt die finanzielle Zugangshürde zum öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) enorm. Viele Menschen werden nun die Vorteile des Nahverkehrs praktikabel entdecken. Gerade für Menschen mit einem niedrigeren Einkommen stellt der ÖPNV auch abgesehen vom Neun-Euro-Ticket eine leistbare und in Erfurt auch sehr gut erreichbare Mobilität im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung", teilt SPD –Stadtrat Martin Kürth mit. 
 

Er fügt weiter an:

"Wir als SPD-Fraktion wollen die kommenden drei Monate das Neun-Euro-Ticket nutzen, um das Fahrgastwachstum weiter zu steigern. Damit einhergehen müssen gesteigerte Investitionen in die Infrastruktur des ÖPNV."

Der ÖPNV lebt von langfristigen Entscheidungen. Die Frequentierung der Netze und die Erreichbarkeit müssen an das erwartete Fahrgastwachstum angepasst werden. Die Alltagstauglichkeit des öffentlichen Nahverkehrs wollen wir weiter steigern. Dafür hat die Stadt Erfurt bereits in den vergangenen Jahren das Bus- und Straßenbahnnetz verdichtet, die Taktung erhöht und den Verbund zwischen den Netzen in Thüringen massiv ausgebaut. Vor 2020 stieg die Nutzung der öffentlichen Verkehrsangebote pro Jahr zwischen 2 bis 5%. Daran will die SPD-Fraktion im Erfurter Stadtrat anknüpfen.

"Eine ähnliche Steigerung erwarten wir nun mit dem Neun-Euro-Ticket wieder", betont Martin Kürth. "Hinzu kommt in den nächsten drei Jahren ein Zuwachs von weiteren zehn Prozent bei den Schü-ler*innen, die mit Bus-und Bahn zur Schule fahren. Doch bereits jetzt vermelden Nahverkehrsbetriebe wie die EVAG überfüllte Wagen. Dem müssen wir durch einen gezielten Netzausbau, Fachkräfte-gewinnung und weitere moderne Busse und Straßenbahnen entgegen wirken."

Bereits Ende 2020 wurden die ersten von insgesamt 14 neuen Straßenbahnen an die Stadt Erfurt geliefert. Diese wurden vom Freistaat Thüringen und dem Europäischen Fonds für regionale Entwick-lung gefördert.

"Steigende Kosten brauchen auch steigende Förderquoten. Sonst können wir mit unseren Kommunalen Unternehmen die anstehenden Investitionen nicht leisten. Die EVAG braucht beispielsweise eine feste Zusage vom Land Thüringen, dass die bereits reservierten Bahnen für den alten Preis noch bestellt werden können und zwar mit einer verlässlichen Förderung“ fasst es Kürth zusammen.

Ohne die Unterstützung in Investitionen, wie der notwendigen Erweiterung des Streckennetzes auf der Linie 9 und dem besseren Anschluss z.B. von Schmira, wird die Praxistauglichkeit des Nahverkehrs nicht zukunftsfähig sein.

"Das Neun-Euro-Ticket wird das Potential des Nahverkehrs aufzeigen. Mit mehr Straßenbahnen, dem Ausbau der Ladestationen für E-Busse, mit Investitionen in die Energiegewinnung durch Wasserstoff oder ganz klassisch durch mehr Haltestellen, dem Ausbau der Netze und Straßenbahngleise und vor allem der weiteren Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften für den städtischen Nahverkehr", teilt Martin Kürth abschließend mit.

Martin Kürth
SPD-Fraktion
 

 
 

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