Rahmenplan Petersberg

Veröffentlicht am 04.02.2015 in Stadtrat

Frank Warnecke

SPD-Stadtratsfraktion fordert Wiederaufnahme der Diskussion zum Rahmenplan Petersberg – Vorlage im Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt und im Stadtrat - Die jüngsten Diskussionen im Stadtrat um das Projekt "Johanniterzentrum – Andreasgärten" unterhalb der denkmalgeschützten Festungsmauern des Petersberges, aber auch jene über die weitere Entwicklung der Defensionskaserne und der Peterskirche auf dem Plateau, haben in der Vergangenheit bewiesen, wie sensibel mit Bauprojekten im Umfeld der Zitadelle Petersberg umgegangen werden muss, um "die den 'Erfurter Bürgerberg' nicht doch durch die Hintertür scheibchenweise für eine Bebauung freizugeben." so Frank Warnecke, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion.

Die Zitadelle Petersberg und die sie direkt umgebenden Flächen sind Bestandteil des förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes Altstadt Erfurt. Durch seine exponierte Lage im Zentrum der Landeshauptstadt hat die Anlage jedoch schon in der Vergangenheit immer wieder Begehrlichkeiten hinsichtlich repräsentativer Neubauten geweckt. So gab es beispielsweise in den 70er Planungen, zur Darstellung der Überlegenheit des Sozialismus, ein Kulturzentrum mit 25 Stockwerken auf dem Plateau zu erreichten.

Um diesen Begehrlichkeiten entgegenzuwirken und der Entwicklung der Zitadelle und ihres Umfeldes einen Rahmen zu geben, verabschiedete der Erfurter Stadtrat im Dezember 2002 der sogenannten "Rahmenplan Petersberg" und eine umfassende Bürgerbeteiligung bzw. die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Der Rahmenplan von 2002, der als informelle Planung die übergeordneten Planungsziele der Stadt im Rahmen der schrittweisen Sanierung der Zitadelle darstellt, definierte auch eine deutliche Entwicklungsvision für das Areal: "Der Petersberg wird zum großen öffentlichen Park in und über der Stadt. Er ist aus allen umgebenden Stadtquartieren fußläufig erreichbar und dient Touristen wie Bevölkerung zu Erholung und Freizeit, zu Spiel, Aktion und Kultur".

Die SPD-Stadtratsfraktion hat stets betont, dass der Petersberg auch künftig von jeglicher Wohnbebauung freizuhalten ist und dieser weiter im Sinne eines offenen Erfurter Bürgerbergs entwickelt wird. SPD-Fraktionsvorsitzender dazu: "Die zentrale Forderung der SPD-Fraktion ist ein besonderer Schutz der öffentlichen Nutzung des Petersbergs und vor allem des Plateaus und der Festwiese im nordöstlichen Teil der Festung. Neubauten auf den drei Plateaus schließen wir generell aus, außer sie dienen zur Sicherstellung der Funktion historischer Gebäude. Über die Wiederherstellung verlorengegangener historischer Bausubstanz, wie z.B. der Türme an der Peterskirche, müsste jedoch gesondert diskutiert werden."

Der Beschluss zum Projekt "Johanniterzentrum – Andreasgärten", bei dem die SPD-Stadtratsfraktion davon überzeugt ist, dass es unter den im eigenen Änderungsantrag gestellten Bedingungen zu einer deutlichen Aufwertung des gesamten Areals beitragen wird, bildet nun auch den Anlass das Thema einer Fortschreibung des Rahmenplanes Petersberg auf die Tagesordnung zu setzen, um kurzfristig bis zur BUGA 2021 und langfristig darüber hinaus zu definieren, "Was der Petersberg für die gesamte Stadt Erfurt sein könnte?"

"Wir sind uns bewusst, dass die Fortschreibung eines 13 Jahre alten und solch umfangreichen Rahmenplanes nicht von heute auf morgen möglich sein wird, doch wir müssen den Prozess anstoßen, auch um entsprechende Impulse für die BUGA 2021 bündeln zu können." so Frank Warnecke zur Zielstellung der Stadtratsvorlage.

Die SPD-Stadtratsfraktion fordert in diesem Zusammenhang auch eine breite Bürgerbeteiligung, sowohl in allgemeinen öffentlichen Bürgerversammlungen, als auch in gezielt einzelthematischen Veranstaltungen mit den jeweiligen Interessengruppen, wie z.B. dem Verein der Freunde der Zitadelle Petersberg oder dem Geschichts- bzw. auch dem Tourismusverein.

SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Warnecke abschließend: "Der Petersberg ist unsere Dachterrasse, er ist der Berg für die Erfurterinnen und Erfurter und ihrer Gäste, da darf es keine Einschränkungen in der öffentlichen Nutzung geben. Hier müssen wir klare Standpunkte definieren und dabei die Bürgerinnen und Bürger vollumfänglich auf dem Weg mitnehmen."

Die SPD-Stadtratsfraktion wird eine entsprechende Vorlage zur Fortschreibung des Rahmenplanes Petersberg in die Beratungen des Ausschusses Stadtentwicklung und Umwelt am 24. Februar 2015.

Frank Warnecke, SPD-Fraktion, Fraktionsvorsitzender

 
 

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